Starke Leistung von HB Racing beim Saisonfinale des ADAC GT Masters

Die Sachsenring-Achterbahn wurde auch an diesem Wochenende ihrem Namen gerecht. Vor mehr als 25.000 Zuschauern fand das Saisonfinale des ADAC GT Masters statt. Mit dabei auch der von den Fans geliebte Ferrari 488 GT3 des österreichischen HB Racing-Teams. Zusammen mit den Fahrern Luca Ludwig und Sebastian Asch war die Mannschaft aus Neumarkt angetreten, um die Saison auf einem Hoch zu beenden – mit Erfolg.

Schon am Freitag überzeugten Ludwig und Asch bei regnerischen Bedingungen mit Rang acht im ersten Training. Diese Leistung konnte Ludwig im Samstagsqualifying nicht wiederholen. Als seine Reifen den Peak erreicht hatten, steckte der ehemalige Meister des ADAC GT Masters im Verkehr fest und hatte keine Möglichkeit, das Potenzial des Ferrari auszuschöpfen. So stand nur Startplatz 13 zu Buche. Durch die Strafversetzung eines Konkurrenten ging es von Rang zwölf ins Rennen und Ludwig gewann direkt am Start eine weitere Position. In Runde sechs lieferte sich der 30-Jährige einen sehenswerten und spannenden Fight, den er mit all seiner Routine für sich entschied.

Das Auto übergab er Asch schließlich auf Rang zehn. Dieser kam in seinem Stint sogar bis auf Position sieben noch vorne, die Freude währte jedoch nicht lange. Beim Boxenstopp hatte die Crew die Mindeststoppzeit von 60 Sekunden um den Wimpernschlag von zwei Zehntelsekunden unterschritten. Als Konsequenz musste Asch zu einer Durchfahrtsstrafe antreten. Das Rennen beendete das Duo schließlich auf Rang 15. Ein Punkt als schwacher Trost.

Im Sonntagslauf war Wiedergutmachung versprochen und wurde geliefert. Mit einer starken Runde stellte Asch den Ferrari 488 GT3 auf Startplatz sechs. Eine neuerliche Strafversetzung eines Konkurrenten brachte schließlich sogar Platz fünf ein. Mit einem guten Start gewann Asch direkt eine Position und hing bis zum Ende seines Stints sogar dem Drittplatzierten im Heck. Um vorbeizugehen, versuchte HB Racing einen sehr frühen Boxenstopp. Im Nachhinein nicht die optimale Entscheidung, denn Ludwig fand sich nach dem Fahrerwechsel nur noch auf Rang sieben wieder. Diese Position hielt er bis zum Rennende.

Luca Ludwig: “Das Sonntagsrennen war super und P7 ist ein versöhnliches Ende. Leider war unsere Strategie nicht optimal. Wir hätten länger draußen bleiben sollen, das hat uns etwas das Rennen kaputtgemacht. Als ich nach dem Stopp wieder auf der Strecke war, kam eine Runde später ein Konkurrent, der zuvor hinter uns war. Es hat um 0,2 Sekunden nicht gereicht. Wir waren direkt nebeneinander und dieser Zweikampf hat mich so viel Zeit gekostet, dass alle anderen auch noch durchgerutscht sind, was sehr ärgerlich war. Beim Blick auf die Ergebnisse wäre heute Platz zwei möglich gewesen. Im Samstagsqualifying sind wir spät raus und in den feuchten Bedingungen dauerte es ein paar Runden, bis die Reifen kamen. Zu diesem Zeitpunkt war ich in einem blöden Fenster mit langsamen Autos rund um mich herum, auf die ich aufgelaufen bin. Sonst wäre Platz vier drin gewesen. Das nehme ich als positives Fazit mit: Unser Auto war dieses Wochenende sehr stark und das ist die Hauptsache. Mit einem derartigen Auto kannst du um die Meisterschaft fahren!”

Sebastian Asch: “Rang sechs in meinem Qualifying war auf jeden Fall der Grundstein für das tolle Ergebnis am Sonntag. Ich hatte wirklich einen super Start und war gleich auf Rang vier nach vorne. Während meines Stints kam ich immer näher an Rang drei heran, aber Überholen ist auf dem Sachsenring schwierig. Leider war unsere Taktik nicht optimal, denn wir haben durch den frühen Stopp wirklich sehr viel verloren. Der spätere Zweite war in der ersten Rennhälfte hinter uns. Das zeigt unseren Speed und das Potenzial. Auch unser Reifenabbau war im Vergleich zur Konkurrenz anscheinend besser. Ärgerlich ist nur die Durchfahrtsstrafe aus dem ersten Rennen. Wir könnten jetzt analysieren und überlegen, aber am Ende lässt sich die Zeit nicht mehr zurückdrehen.”

Andreas Fuchs (Teamchef): “Ein wirklich guter Saisonabschluss! Wir haben am Sachsenring nochmal gezeigt, welcher Speed in unserem Ferrari 488 GT3 steckt. Wie schon so oft in dieser Saison sind wir nur bedingt für die eigentliche Leistung belohnt worden. Ich freue mich trotzdem, dass alle im Team mit einem guten Resultat und Punkten aus beiden Rennen in die Winterpause gehen. Mein Dank gilt jedem einzelnen in der Mannschaft. Es war nicht immer leicht in diesem Jahr und trotzdem haben wir uns nie unterkriegen lassen und immer wieder gezeigt, was in HB Racing steckt. Jetzt nehmen wir die positiven Eindrücke mit in den Winter und greifen mit neuem Schwung topmotiviert im Jahr 2020 wieder an!”