Motorschaden beendet 1000-Kilometer-Rennen in Le Castellet für HB Racing vorzeitig

Das dritte Saisonrennen des Blancpain Endurance Cup im französischen Le Castellet begann für HB Racing vielversprechend. Nach der ersten Rennstunde lag der Lamborghini Huracán GT3 von Bernard Delhez (B), Mike Stursberg (D) und Gilles Vannelet (F) auf dem zweiten Platz in seiner Klasse. Doch ein Motorschaden zwang das internationale Trio wenige Minuten später zur vorzeitigen Aufgabe.

Mit dem zweiten Platz beim Saisonauftakt in Monza und Platz drei in Silverstone im Rücken waren die HB-Racing-Piloten als Tabellenführer der für Gentlemen-Fahrer reservierten AM-Klasse des Blancpain Endurance Cup nach Le Castellet gereist. Mike Stursberg holte im Qualifying am Samstagmorgen den dritten Startplatz in der Klasse und Position 57 im Gesamtklassement für das Fahrzeug mit der Startnummer 777.

Als die Ampeln am Samstagabend für das sechsstündige 1000-Kilometer-Rennen auf Grün schalteten, saß Bernard Delhez am Steuer des schwarz-grünen Huracán von HB Racing. „Das Rennen hat super angefangen“, berichtete der Belgier. „Ich habe mich im Auto sehr wohl gefühlt und konnte mich auf den zweiten Platz unserer Klasse verbessern. Auch in der Gesamtwertung ging es stetig nach vorne.“

Doch nach 29 Runden stieg plötzlich eine dichte Rauchwolke aus dem Heck des italienischen Sportwagens. Bernard Delhez musste das Fahrzeug mit Motorschaden am Streckenrand abstellen. „Der Schaden hat sich nicht angekündigt, ich habe kurz vorher noch die Temperaturen überprüft. Alles war in Ordnung. Das ist ein herber Rückschlag in der Meisterschaft für uns“, zeigte sich der 50-Jährige enttäuscht. Durch das punktelose Wochenende fiel das Trio auf den vierten Platz in der Meisterschaft zurück.

„Das ist nicht zu glauben“, ärgerte sich auch Teamchef Dietmar Hirsch. „Insgesamt hatten wir im GT Masters und in der Blancpain GT Series in diesem Jahr schon vier Motorschäden dieser Art. Langsam muss Lamborghini eine Lösung für dieses Problem finden. Bis dahin lief es wieder optimal für uns. Wir haben die Safety-Car-Phase für einen frühen Boxenstopp genutzt und hatten bei der Strategie einen Vorteil gegenüber dem Spitzenreiter der AM-Kategorie. Der Klassensieg war auf jeden Fall möglich. Vielen Dank an mein Team und unsere drei Fahrer für die ausgezeichnete Arbeit. Leider wurde sie durch das Problem komplett vernichtet.“

Der nächste Renneinsatz steht für HB Racing in vier Wochen auf dem Programm. Vom 21 bis zum 23. Juli werden in Zandvoort die Saisonrennen Nummer sieben und acht des ADAC GT Masters ausgetragen. Auf dem niederländischen Dünenkurs feierte die Mannschaft aus Neumarkt im vergangenen Jahr den ersten Podesterfolg in der „Liga der Supersportwagen“. Nur eine Woche später findet in Spa-Francorchamps mit dem renommierten 24-Stunden-Rennen das Saisonhighlight des Blancpain Endurance Cup statt.