HB Racing kehrt auf dem Sachsenring in die Punkteränge zurück

Mit dem siebten Platz von Norbert Siedler (A) und Marco Mapelli (I) kehrte HB Racing im Sonntagsrennen auf dem Sachsenring in die Punkteränge des ADAC GT Masters zurück. Nach einer starken Qualifying-Leistung lag das Duo auch am Samstag in den Top-Fünf, wurde nach zwei Strafen aber auf Platz 16 gewertet. Florian Spengler (D) und Christopher Zanella (CH) erreichten am Samstag Platz 18 und mussten am Sonntag nach einer Kollision vorzeitig aufgeben.

Norbert Siedler holte im Qualifying für das Samstagsrennen mit dem fünften Startplatz die beste Ausgangsposition für HB Racing seit dem Saisonauftakt in Oschersleben. In der Startphase verbesserte sich der Österreicher um eine Position, sodass Marco Mapelli die Boxengasse nach dem Fahrerwechsel auf dem vierten Platz verließ. „Die Situation war äußerst komfortabel“, analysierte Siedler. „Marco hatte ein großes Polster in beide Richtungen und war auf einem guten Weg, das tolle Ergebnis nach Hause zu fahren.“

Weniger als 0,3 Sekunden entscheiden über das Samstagsrennen

Doch dann erreichten schlechte Nachrichten den Kommandostand von HB Racing: Weil der Huracán GT3 die vorgeschriebene Boxenstoppzeit um weniger als 0,3 Sekunden unterschritten hatte, musste Marco Mapelli einmal durch die Boxengasse fahren. Der Italiener setzte das Rennen auf Platz sieben fort und kämpfte sich in den letzten Runden mit einem harten Manöver am Mercedes von Luca Ludwig (D) vorbei. Nach Ansicht der Rennleitung zu hart: Durch eine nachträgliche 30-Sekunden-Zeitstrafe fielen Siedler und Mapelli in der Wertung vom sechsten auf den 16. Rang zurück.

Am Sonntag knüpfte Marco Mapelli nahtlos an Siedlers Qualifying-Leistung vom Samstag an und holte den sechsten Startplatz für den HB Racing Lamborghini. Als die Ampeln im Rennen auf Grün schalteten, verlor der Italiener eine Position, konnte den Anschluss an die Vorderleute aber halten. In einer spannenden Schlussphase versuchte Norbert Siedler noch einmal, den sechsten Platz zurückzuerobern „Ich hätte deutlich schneller fahren können, aber der BMW vor mir war auf der Geraden sehr stark“, vermeldete der Tiroler, der die Ziellinie nach 43 Runden auf dem siebten Rang überquerte.

Auch Florian Spengler und Christopher Zanella zeigten im zweiten Lamborghini Huracán GT3 von HB Racing eine gute Leistung in den Qualifyings und sicherten sich die Startpositionen 13 (Samstag) und 16 (Sonntag). In den Wertungsläufen bekam das Duo jedoch die Härte im umkämpften Mittelfeld des ADAC GT Masters zu spüren: Nach Platz 18 am Samstag mussten Spengler und Zanella am Sonntag mit einem Reifenschaden, der als Folge einer Kollision entstand, vorzeitig aufgeben.

Team-Manager Andreas Fuchs zeigte sich mit der Performance seiner Fahrzeuge sehr zufrieden. „Im Vergleich zum Nürburgring-Wochenende haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die Mercedes waren in einer eigenen Liga, direkt dahinter haben wir aber zu den schnellsten gehört. Leider hat uns am Samstag das nötige Rennglück gefehlt. Ohne den kleinen Fehler beim Boxenstopp hätten wir einen sicheren vierten Platz geholt.“

Schon am nächsten Wochenende steigt auf dem Hockenheimring das große Saisonfinale des ADAC GT Masters. Die Mannschaft aus Neumarkt ist zuversichtlich, im badischen Motodrom an den aktuellen Aufwärtstrend anknüpfen zu können.