Alpenachterbahn der Gefühle für HB Racing beim Heimrennen auf dem Red Bull Ring

Springendes Pferd trifft auf roten Bullen oder Heimrennen für HB Racing auf dem Red Bull Ring. Das stand am vergangenen Wochenende beim dritten Saisonevent des ADAC GT Masters auf dem Programm. Mit dem Ferrari 488 GT3 des österreichischen Teams aus Neumarkt traten die Fahrer Luca Ludwig und Sebastian Asch an, um die 16.000 heimischen Fans zu verzücken.

Im ersten Lauf war Asch zum Qualifying angetreten und hatte den Ferrari auf Startplatz 18 gestellt. Eine Aufholjagd stand auf dem Programm. Der zweifache Champion arbeitete sich bis zum Fahrerwechsel auf Rang 15 nach vorne. Ludwig zeigte ebenfalls sehenswerte Duelle und brachte das Auto schließlich auf Rang zehn über die Ziellinie. Acht Positionen gewonnen und die ungebrochene Punkteserie seit Saisonbeginn fortgesetzt.

Für den Sonntagslauf schien sogar noch mehr möglich. Ludwig quetschte alles aus dem Ferrari 488 GT3 heraus und stellte ihn im Qualifying sensationell auf Platz sechs. Die Freude währte im Rennen jedoch nur kurz, denn nach wenigen Runden bekam Ludwig einen Schlag auf das rechte Heck und drehte sich von der Strecke. Er sortierte sich mit dem Man O’ War am Ende des Feldes wieder ein, bevor er das Auto kurz danach an der Box abstellen musste.

Die nächste Chance auf eine Topplatzierung hat die Mannschaft im niederländischen Zandvoort. Dort findet vom 9. bis 11. August die vierte Saisonstation des ADAC GT Masters statt.

Sebastian Asch: “Wir hatten uns für das Samstagsqualifying einen deutlich besseren Startplatz erwartet. Das Setup des Autos hat gut gepasst, es war perfekt vorbereitet und ich hatte in meiner schnellsten Runde nicht mehr wirklich Luft nach oben. Leider fehlt uns mit der aktuellen Einstufung des Autos etwas die Topspeed, worauf wir keinen Einfluss haben. Das Rennen selbst war recht chaotisch und wir haben vor allem versucht, uns an die Track Limits zu halten und keine Strafe zu kassieren, wie das vielen Konkurrenten passiert ist. Im Sonntagsrennen hatte ich wirklich auf eine Topplatzierung gehofft, aber wie so oft war das Glück nicht auf unserer Seite.”

Luca Ludwig: “Ich hatte ein wirklich tolles Qualifying am Sonntag, das war ein absolutes Highlight für mich. Ich habe alles aus dem Auto rausgeholt und alles hat gepasst. Leider bin ich im Rennen abgeschossen worden. Der Audi war noch 30 bis 40 Meter hinter mir und ich habe ganz normal gebremst. Plötzlich habe ich eine aufs Rad bekommen. Er hat mich klar abgeschossen und rausgedrängt. Daher ist es für mich leider nicht ganz nachvollziehbar, warum er für dieses Vergehen nicht bestraft wurde. Als Trostpflaster bleibt das gute erste Rennen. Nach der schwierigen Ausgangslage haben wir eine tolle Position erkämpft und waren ganz gut dabei. Darauf müssen wir aufbauen und dürfen nicht die Köpfe hängenlassen.”

Andreas Fuchs (Teamchef): “Es war natürlich unser Heimrennen und die Erwartungen waren von allen Seiten entsprechend hoch. Leider sind sie nur bedingt erfüllt worden. Nach dem schwierigen Qualifying am Samstag haben Luca und Sebastian eine tolle Aufholjagd gezeigt und unseren Ferrari zum fünften Mal in Folge in die Punkte gefahren. Dieses Glück war uns nach dem super Qualifying von Luca am Sonntag leider nicht vergönnt. Über unser Ausscheiden wurde viel diskutiert und ich überlasse es jedem selbst, die Situation zu bewerten. Wir können nichts tun, als den Red Bull Ring abzuhaken und uns auf das nächste Rennen vorzubereiten. Zuletzt möchte ich mich bei unserem gesamten Team für ihren unglaublichen Einsatz vor dem Rennen bedanken. Nach dem Unfall in der Blancpain GT Series haben sie enorm hart gearbeitet, um das Auto rechtzeitig wieder einsatzfähig zu bekommen. Ein toller Job!”